Ein Wochenende voller Hitze, Rauch und überraschender Ergebnisse: Der Rakubrand ist eine der spannendsten und unmittelbarsten Brenntechniken der Keramik. Er lebt vom Moment, vom direkten Eingreifen und vom bewussten Spiel mit dem Unvorhersehbaren. Feuer, Luft und Material wirken hier gleichzeitig – jedes Objekt entsteht im Dialog mit den Elementen und wird zu einem echten Unikat. Beim Rakubrand werden glasierte Keramikobjekte bei etwa 1000 °C in einem gasbefeuerten Rakubrennofen gebrannt und glühend heiß aus dem Ofen genommen. Mit langen Stahlzangen kommen die Stücke direkt in Sägespäne oder Stroh, wo sie in einer sauerstoffarmen Umgebung reagieren. Dieser sogenannte Reduktionsprozess sorgt dafür, dass sich unglasierte Bereiche tiefschwarz färben und die Glasur feine Risse bildet – das charakteristische, lebendige Craquelé. Was den Rakubrand so besonders macht, ist seine Unmittelbarkeit: Farbe, Struktur und Oberflächenwirkung lassen sich nur bedingt planen. Rauchspuren, Kontraste, metallische Effekte und Rissmuster entstehen spontan und machen jedes Gefäß einzigartig. Der Prozess ist kraftvoll, sinnlich und intensiv – und genau darin liegt seine Faszination. Für wen ist der Kurs geeignet? Der Workshop richtet sich an Anfänger mit Töpfer‑Grundkenntnissen ebenso wie an Fortgeschrittene, die die faszinierende Technik des Rakubrandes kennenlernen oder vertiefen möchten. Vorbereitung – Töpfe herstellen Die Keramikstücke können vor dem Raku-Workshop im Rahmen des Offenen Töpferateliers gefertigt werden. […]